Bluthochdruck, Hypertonie
high blood pressure

Krankheit und Krankheitslehre – Disease, illness and nosology
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Bluthochdruck, Hypertonie

Beim Bluthochdruck, auch Hypertonie, Hypertonus oder arterielle Hypertension genannt, handelt es sich um eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Man spricht davon, wenn der Druck in den Arterien krankhaft auf einen systolischen Wert von über 140 mmHg und einen diastolischen Wert über 90 mmHg gesteigert ist. Die Behandlungsbedürftigkeit hängt nicht nur von der Höhe des Blutdrucks ab, sondern auch vom Gesamtrisiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Bluthochdruck ist als Risikofaktor für die Entwicklung der Arteriosklerose anerkannt. Kommen zum Risikofaktor Bluthochdruck noch Adipositas (starkes Übergewicht) sowie ein weiterer Risikofaktor – etwa Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Fettstoffwechselstörungen (erhöhte Cholesterin-, bzw. LDL-Werte) – hinzu, besteht eine erhöhte Gefahr, im Laufe des Lebens eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden.

Medizin-Abbildung Bild Grafik Illustration Blutdruck in Blutgefäß, Gefäßdruck

Blutdruck ist der Druck des Blutes in einem Gefäß, exakter Begriff: Gefäßdruck

Eine Hypertonie verläuft meist ohne Symptome oder verursacht bei mäßig erhöhten Blutdruckwerten oft nur uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Schwindelgefühl, Nasenbluten (Epistaxis) oder Abgeschlagenheit. Wenn der Blutdruck stark erhöht ist können Luftnot (Dyspnoe) und bei Belastung Angina pectoris sowie Übelkeit und Sehstörungen auftreten.

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Inhaltsverzeichnis
Sachwortverzeichnis

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Medizin-Abbildung Bild Grafik Illustration Arterien, Hypertonie durch Arterielumen mit Plaque-Ablagerungen

Veränderungen der Arterienlumen durch Ablagerungen (Plaque)

Wird die Hypertonie nicht durch eine Kontrolle des Blutdrucks entdeckt, macht sie sich häufig erst durch ihre Spätschäden bemerkbar. Die Hypertonie lässt sich je nach Organschädigung von Gefäßen, Augen, Herz, Nieren usw. in drei Grade einteilen:
Grad I: Hypertonie ohne Endorganschäden;
Grad II: Hypertonie mit Endorganschäden (z.B. Fundus hypertonicus (Grad I und II), Plaquebildung in größeren Gefäßen);
Grad III: Hypertonie mit manifesten kardiovaskulären (Herz und Gefäßsystem betreffend) Folgeerkrankungen (z.B. Angina pectoris, Herzinfarkt, Hirninfarkt, pAVK).

Der Veränderung des Lebensstils kommt als Grundlage der Therapie eine wichtige Rolle zu. Das gilt gleichermaßen für Patienten vor Beginn einer medikamentösen Therapie und für solche, die bereits behandelt werden. Faktoren, die nachgewiesenerweise den Blutdruck und das kardiovaskuläre Risiko senken können, sind:
• Beendigung des Rauchens,
• Gewichtsreduktion,
• Verminderung des Alkoholkonsums,
• körperliche Bewegung u.a. Sport,
• Reduktion des Kochsalzkonsums,
• gesunde Ernährung (Obst, Gemüse, wenig Fett).

Mit einer medikamentösen Therapie sollte, wenn andere Risikofaktoren (z.B. Diabetes mellitus) oder bereits Herz-Kreislauf-Krankheiten und Organschäden bestehen, nicht lange gewartet werden. Das gleiche gilt, wenn eine Änderung des Lebensstils nicht den gewünschten Erfolg zeigt.
Es sollten beispielsweise bei einem sonst völlig gesunden Nichtraucher erst Werte ab 160 mmHg systolisch mit Medikamenten behandelt werden, bei einem rauchenden Diabetiker bereits solche ab 130 mmHg. Die Behandlungsziele unterscheiden sich genauso, d.h., ein übergewichtiger Patient mit koronarer Herzkrankheit sollte unbedingt Werte unter 130/80 mmHg erreichen, ein Gesunder kann bei 140/85 mmHg eingestellt werden.

Medizin-Abbildung Bild Grafik Illustration Hypertonie durch Gefäßveränderungen bei diabetische Nephropathie bei Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit
Gefäßveränderungen bei
diabetischer Nephropathie,
Spätkomplikation nach
jahrelangem Diabetes mellitus

Grafiken:
© Frank Geisler

Für die medikamentöse Therapie kommen insbesondere folgende als Antihypertonika wirkende Substanzgruppen in Betracht:
• ACE-Hemmer,
• AT1-Antagonisten,
• Betablocker,
• Diuretika,
• Calciumantagonisten,
• Reninhemmer,
• Alphablocker,
• Kaliumkanalöffner,
• Alpha 2-Agonisten und
• NO-Donatoren.
Die Auswahl richtet sich nach dem Lebensalter und den Begleiterkrankungen des Betroffenen.

Olmesartanmedoxomil ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der selektiven AT1-Antagonisten. Eine maximale Wirkung wird nach etwa 8 Wochen regelmäßiger Einnahme erreicht, während bereits nach 2 Wochen schon ein Großteil der Blutdrucksenkung erzielt wird. Aufgrund seiner starken Blutdrucksenkung und der lang anhaltenden Wirkungsdauer, bietet er bei einmal täglicher Einnahme eine verlässliche und konstante Regulation des Blutdrucks. Über die reine Blutdrucksenkung hinaus haben neueste Studien gezeigt, dass er neben positiven Effekten auf die Nierenfunktion als weitere therapeutische Komponente einen Gefäßschutz bietet, da er antiatheriosklerotische Eigenschaften hat.
Die blutdrucksenkende Wirkung von Olmesartan kann durch gleichzeitige Anwendung anderer Antihypertensiva verstärkt werden. Hierzu wird Olmesartan häufig mit Hydrochlorothiazid (HCT, auch HTZ) einem Diuretikum kombiniert und führt zu einer Wirkungssteigerung. Hydrochlorothiazid ist eine harntreibende Substanz aus der Gruppe der Thiazid-Diuretika, als deren Prototyp es gilt. Es wird bei Bluthochdruck, Herzinsuffizienz angewandt, häufig in Form eines Kombinationspräparates.
Fixe Kombinationen sind u.a. unter den Handelsnamen Votum Plus® und Olmetec Plus® verfügbar.

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Medizin-Abbildung Bild Grafik Illustration Blutkreislauf des Menschen im Herz- Kreislauf-System

Blutkreislauf

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