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Anatomie Bewegungsapparat Hüfte Mensch, Hüftgelenk Articulatio coxae mit Becken Pelvis und  Oberschenkelknochen Femur
Hüftgelenk (Articulatio coxae)

Anatomie Bewegungsapparat Hüfte Mensch, Hüftgelenk Articulatio coxae mit Becken Pelvis und  Oberschenkelknochen Femur
Schnitt durch ein Hüftgelenk

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Künstliches Hüftgelenk (Femurkopf) nach Operation einer Hüftgelenksarthrose, Becken und Oberschenkelknochen sind angeschnitten. Die Hüftgelenksarthrose, medizinisch Coxarthrose genannt, ist eine verschleißbedingte Erkrankung des Hüftgelenks. Ursachen für die Hüftgelenksarthrose können verschiedene Erkrankungen oder Verletzungen im Hüftgelenksbereich sein. Die Hüftarthrose gehört zu den häufigsten Erkrankungen im Alter. Typisches Symptom der Coxarthrose bei älteren Menschen ist ein belastungsabhängiger Schmerz, der hauptsächlich von der Begleitsynovitis verursacht wird. Die verminderte Knochendichte bei Osteoporose führt zur teilweise massiv gesteigerten Frakturgefährdung, so zählen zu den Symptomen der fortgeschrittenen Osteoporose auch Frakturen am Oberschenkelhals. (Grafiken © Frank Geisler)

Anatomie Bewegungsapparat
Hüftgelenk, künstliche Hüfte, Hüftendoprothese, Hüft-TEP

Das Hüftgelenk (Articulatio coxae) ist die Verbindung zwischen Oberschenkelknochen (Femur) und Becken (Pelvis), die die Bewegung des Beins, das Gehen, bei gleichzeitiger Stabilisierung des Körpers ermöglicht. Das Hüftgelenk ist ein Nussgelenk, eine Unterform des Kugelgelenks (Articulatio spheroidea). Es besteht aus Hüftpfanne (Acetabulum) und Hüftkopf (Caput femoris). Die Pfanne wird von Anteilen des Os ilium, des Os pubis und des Os ischii gebildet. Der obere Rand der Pfanne ist durch einen knorpeligen Rand, den Limbus acetabuli verstärkt. Der Hüftkopf ist eine in etwa kugelförmige Extremität des Femur, der in die Pfanne drückt und damit eine Verbindung zwischen Bein und Rumpf ermöglicht. Die verschleißbedingte Erkrankung des Hüftgelenks (Hüftgelenksarthrose, Coxarthrose) ist eine relativ häufige Form von Arthrose. Prinzipiell kann jedes Gelenk des Körpers von Gelenkverschleiß (Arthrose) betroffen sein.

Der künstliche Ersatz eines Hüftgelenks bei Hüftarthrose, die Hüftendoprothese, wird auch Hüft-TEP, Hüfttotalendoprothese, Hüftprothese oder künstliches Hüftgelenk genannt. Die Hüftendoprothese kann die Funktion und Form des natürlichen Hüftgelenks (Coxa) vollständig ersetzen.

Wann ist ein Hüftendoprothese erforderlich?

Ein Ersatz des Hüftgelenks kann aus vielen Gründen notwendig sein. Der häufigste Grund ist die Hüftarthrose (Coxarthrose). Aber auch Knochenerkrankungen wie die Hüftkopfnekrose, Osteoporose, Verformung der Hüfte (Hüftdysplasie) oder Unfälle wie Oberschenkelhalsbruch können eine Hüftprothese erzwingen. Der Gelenkknorpel und Gelenkflüssigkeit (Synovialflüssigkeit) zwischen der Gelenkpfanne (Acetabulum) im Beckenknochen (Pelvis)  und dem Oberschenkelkopf des Oberschenkelknochens (Femur) sorgt für die reibungslose und schmerzfreie Beweglichkeit des Hüftgelenks die sogenannte “Gelenkschmierung”. Verliert dieser Gelenkknorpel nach Unfall, wegen Fehlbelastung etwa bei Verformung der Gelenkpfanne bei Hüftdysplasie oder durch einfache Alterung seine Elastizität und glatte Oberfläche, ist die reibungsfreie Bewegung des Hüftgelenks nicht mehr gegeben. Zunehmende Schmerzen und Reibung im Hüftgelenk Hüftarthrose (Coxarthrose) erzwingen dann oft den operativen Ersatz des Hüftgelenks durch ein künstliches Hüftgelenk.

Materialien zum Aufbau einer Hüftprothese

Ene Hüftendoprothese kann aus verschiedenen Materialien aufgebaut sein. Die wichtigsten Materialien sind Titan - eine körperfreundliche Metall-Legierung und PET (Polyethylen) als gleitender Hüftgelenk-Oberfläche zwischen den Titankomponenten der Hüfttotalendoprothese. Im Falle von Metallallergien oder Materialunverträglichkeit  können aber auch Keramik-Hüftprothesen bei der Hüftprothese zum Einsatz kommen.

Die Konstruktion der Hüftprothese

Die Hüftprothese besteht aus mehreren einzelnen Komponenten, die das natürliche Hüftgelenk ersetzen. Der Ersatz der Hüftgelenkpfanne wird geleistet durch eine schalenförmige Metallhalbkugel. Der gleitende Gelenkknorpel des Hüftgelenks wird durch eine Polyethylenschicht ersetzt. In dieser Halbkugel gleitet der Hüftgelenkkopf, der wiederum aus einer Titanlegierung besteht. Der Hüftgelenkkopf kann in modernen Hüftprothesensystemen eine variable, bei der Planung des künstlichen Hüftgelenks an den Patienten angepasste Größe haben. Der Hüftgelenkkopf wird über eine Schraubverbindung auf dem Prothesenschaft befestigt. Der lange Prothesenschaft des künstlichen Hüftgelenks  wird tief in dem Markraum des natürlichen Oberschenkelknochens befestigt. Der Schaft der Hüftendoprothese kann im langen Röhrenknochen des Oberschenkels mit dem Knochenzement Methylacrylat befestigt werden.

Rehabilitation ist abhängig vom Hüftprothese-Typ

Eine zementierte Hüftprothese ist sofort, am Tag nach der Operation voll belastbar. Aber die allgemeine Belastbarkeit ist niedriger als bei einer sogenannten einwachsenden Hüftprothese. Die einwachsende Hüftprothese verbindet Ihre raue Oberfläche in einem Wochen dauernden Heilungsprozess mit dem natürlichen Knochen. Die Rehabilitation nach der Hüftoperation dauert bei der einwachsenden Hüftprothese länger. Aber gerade für jüngere Patienten ist die höhere Stabilität der zementfreien Hüftprothese trotz längerer Rehabilitationszeit nach Hüftprothesenoperation ein klarer Vorteil.

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Medical Art Frank Geisler

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Hüftgelenk mit Gelenkpartner Becken (Pelvis) und Oberschenkelknochen (Femur)

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03.10.2013 © Frank Geisler