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Dagegen nimmt die untere Hohlvene nur die gleichnamigen Gefäße des Urogenitalsystems auf, wobei die linke Hoden- bzw. Eierstockvene (V. testticularis bzw. ovarica) rechtwinklig in die Nierenvene mündet (größere Gefahr der Stauung im linken Hodenbereich). Die unpaaren Venen aus dem Verdauungstrakt bilden zusammen mit der Milzvene (V. splenica) retroperitoneal die Pfortader (V. portae), die zur Leber zieht.
Nieren und Nebennieren liegen, von Fettgewebe umgeben (Capsula adiposa), der hinteren Bauchwand an (Oberrand der linken Niere in Höhe der 11., der rechten Niere in Höhe der 12. Rippe). Damit befindet sich der Pleuraspalt des Brustraumes (nicht die Lunge selbst) hinter der Dorsalfläche des oberen Nierenpols (Verletzungsgefahr beider Räume). Die Organkapsel (Capsula fibrosa) der Niere ist sehr fest.
Die Nebennieren (Glandulae suprarentales), paarige Hormon-Drüsen, liegen direkt an den Nierenpolen an und dienen der inneren Sekretion. Sie unterliegen dem hormonellen Regelkreislauf und dem vegetativen Nervensystem. Die Nebennieren sind von einer feinen Bindegewebskapsel umgeben und bestehen aus Mark und Rinde. Beide Anteile sind ontogenetisch unterschiedlicher Herkunft und bilden zwei separate Organe (Interrenalorgan oder Adrenalorgan). Die Rinde greift in den Mineral-, Zucker-, Fett- und Eiweißhaushalt ein, erzeugt eine unspezifische Abwehr bei Stressituationen und produziert Geschlechtshormone. Das Nebennierenmark bildet das Noradrenalin und Adrenalin zur Blutdrucksteigerung sowie zur Erhöhung des Schlagvolumens des Herzens.
Die Nierenpforte (Hileum, Hilus renalis) bildet den Eingang in die Nierenbucht (Sinus renalis) , in der Blut- und Lymphgefäße sowie Nerven münden. An der Nierenpforte (Hileum) befinden sich V. renalis, A. renalis, Nierenbecken. Aus letzterem geht der Harnleiter (Ureter) hervor, der durch den Retroperiotenialraum und das kleine Becken zieht. Er mündet am Blasengrund in die Harnblase (Vesica urinaria). In seinem Verlauf treten drei verengte Stellen auf, an denen sich Ablagerungen (Konkremente) bevorzugt einklemmen können: am Übergang vom Nierenbecken, an der Überkreuzung Iliakalgefäße und an der Einmündungsstelle in die Harnblase.

Darstellung der Harnsteinentfernung beim Mann
In Höhe des Beckenkammes überkreuzt die Hoden- bzw. Eierstockarterie (A. testicularis bzw. ovarica) den Harnleiter. Vor der Einmündung in die Harnblase unterkreuzt diese beim Mann den Samenleiter, bei der Frau die Gebärmutterarterie (A. uterina).
Die gemeinsame Hüftschlagader (A. iliaca communis) teilt sich vor dem Iliosakralgelenk. Die innere Hüftschlagader (A. iliaca interna) versorgt vor allem den Beckenbereich, die äußere (A. iliaca externa) zieht zusammen mit der gleichnamigen Vene durch einen Gefäßkanal (Lacuna vasorum) dorsal des Leistenbandes zur Vorderseite des Oberschenkels.
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