
Vorderfläche des Herzens
im eröffneten Herzbeutel
nach Entfernung des Epikads

Rückfläche unter
gleichen Bedingungen
Grafiken:
© Frank Geisler
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In der Gesamtheit wird die Herzsilhouette links von kranial nach kaudal markiert durch den Aortenbogen, die Lungenarterie, den linken Vorhof und einen großen Abschnitt, der zur linken Herzkammer gehört. Daraus leitet sich ab, dass der Herzspitzenstoß des linken Ventrikels beim Erwachsenen normalerweise im 5. Interkostalraum medial von einer Linie tastbar ist, die in Längsrichtung von der Mitte des Schlüsselbeins ausgehend über den Brustkorb gelegt wird (Medioklavikuarlinie). Dies setzt voraus, dass die Größe des Herzens etwa mit der Faustgröße des betreffenden Menschen übereinstimmt. Bei schwerer körperlicher Arbeit oder bei regelmäßigem Training bildet sich eine Vergrößerung (Hypertrophie) aus. Die Vergrößerung einzelner Abschnitte resultiert aus Herzfehlern.
Unmittelbar oberhalb des Perikardansatzes fällt eine bandartige Verbindung (Ligamentum arteriosum Botallo) zwischen der linken Lungenarterie und dem Aortenbogen auf. Über diesen Kurzschluss strömt das Blut während der Embryonalperiode von der Lungenarterie direkt in die Aorta. Erfolgt dieser Verschluss nach der Geburt nicht, so kommt es zum offenen Ductus Botallo, und das Blut gelangt umgekehrt aus der Aorta (höherer Blutdruck) in die Lungenarterie. Dieser Defekt außerhalb des Herzbeutels wird zu den Herzfehlern gerechnet.
Die Rückfläche des Herzens gestalten im Bereich der Herzbasis die großen Gefäße, die den linken Vorhof links mit den 2 Lungenvenen (Vv. pulmonales), darüber mit der Lungenschlagader (Truncus pulmonalis) und weiter rechts mit dem zweiten Paar der Lungenvenen einrahmen.
Die Venen transportieren das sauerstoffreiche Blut von der Lunge in den linken Vorhof. Es wird deutlich, dass durch diese Anordnung der linke Vorhof am weitesten dorsal liegt. Rechts sind besonders die angeschnittene untere Hohlvene sowie der rechte Vorhof zu sehen. Nach kaudal schließt sich hier mit einem schmalen Streifen die rechte Herzkammer an, während die linke Kammer den Hauptteil der Rückfläche bildet. An der Vorhof-Kammer-Grenze fällt der Sinus coronarius auf, über den das venöse Blut des Herzens in den rechten Vorhof gelangt.
Der Herzbeutel (Pericardium) umschließt das Herz mit seiner äußeren Lamelle aus festem Bindegewebe und einem glatten Überzug innen. Letzterem folgt die seröse Höhle (Cavitas pericardialis), die ihrerseits von der serösen Außenschicht des Epikards begrenzt wird.
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