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Übersicht der
inneren Organe
von ventral
Grafik:
© Frank Geisler
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Etwa in der Mitte des rechten Leberlappens (Lobus dexter) ragt die Gallenblase (Vesica fellea) unter dessen Unterrand hervor. Der linke Leberlappen (Lobus sinister) überdeckt das kleine Netz (Omentum minus) und die angrenzenden Teile der kleinen Kurvatur des Magens. Tastbar sind deshalb nur der linke Leberlappen und der Pförtneranteil (Pars pylorica) des Magens.
Die Milz (Lien, Splen) ein in den Blutkreislauf eingeschaltetes Organ mit einem Gewicht von 150g bis 200g des Lymphsystems, ist in Höhe der 9. bis 11. Rippe linksseitig dorsal und oberhalb der Kolonflexur auffindbar, aber in der Regel nicht tastbar.
Die Dünndarmschlingen füllen einen großen Teil des Unterbauches aus und Dickdarmanteile umrahmen dieses. In der Regel befindet sich der Leerdarm (Jejunum) mehr links oben und der Krummdarm (Ileum) rechts unten, wo er mit der Dickdarmklappe (Valva ileocaecalis) in den Blinddarm (Caecum) mündet. Vom Caecum geht nach unten der etwa fingerlange und bleistiftstarke Wurmfortsatz (Appendix vermiformix) ab. Unter einer Appendizitis wird eine Entzündung des Wurmfortsatzes des Blinddarms verstanden. Im deutschen Sprachraum wird dieses Krankheitsbild medizinisch nicht korrekt als Blinddarmentzündung bezeichnet. Ist tatsächlich der Blinddarm entzündet, wird in der Fachsprache von einer Typhlitis gesprochen.
Der Verlauf der Erkrankung kann von einer leichten Reizung, über die schwere Entzündung bis hin zum Wanddurchbruch (Perforation in die freie Bauchhöhle) und damit zu einer Peritonitis führen.
Unmittelbar über der Symphyse erscheint die Harnblase (Vesica urinaria) im gefüllten Zustand und kann dort punktiert werden. Die Harnblase ist ein Hohlorgan, das beim Menschen auf dem Beckenboden aufliegt. Es befindet sich direkt hinter der Schambeinfuge, vor der Vagina bei Frauen bzw. dem Rektum bei Männern, wobei es bei Frauen etwas kaudaler (niedriger) liegt. Nach oben erstreckt sich die Harnblase bis zur Oberkante des Beckens. Mit zunehmender Füllung kann sie bis zum Bauchnabel reichen.
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