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Der Effekt dieser Weitergabe besteht darin, dass die Schwingungsamplitude durch die feste Verankerung der Gehörknöchelchenkette verringert wird, und sich damit der Schalldruck erhöht.
Einen weiteren Faktor für diesen Vorgang stellen die Größenverhältnisse zwischen Trommelfell und ovalem Fenster dar, etwa 50:4 mm2. Bei einer Verkalkung von Bandzügen, die Fixierung des Steigbügels am umgebenden Knochen (Stapesankolyse), kommt es zur Otosklerose. Die Otosklerose ist eine lokalisierte Erkrankung jenes Knochens, der das Innenohr umgibt (Labyrinthkapsel). Die Ursache der Erkrankung ist nicht geklärt. Sie führt durch eine Fixierung der Steigbügelfußplatte im ovalen Fenster (Fenestra vestibuli oder Fenestra ovalis) zu einer langsam zunehmenden Schallleitungsschwerhörigkeit. Die Schallwellen können von der Gehörknöchelchenkette nicht mehr in vollem Ausmaß auf die Schnecke des Innenohres übertragen werden. Erkrankungsherde im Bereich der Schnecke können zusätzlich eine Innenohrschwerhörigkeit verursachen. In erster Linie sind Frauen (fast doppelt so häufig wie Männer) der hellhäutigen Bevölkerung im Alter zwischen 20 und 40 Jahren betroffen.
Indirekt können Schleimhautveränderungen zu pathologischen Zuständen führen, weil alle Bildungen einschließlich der Gehörknöchelchen und deren Bänder von Schleimhaut überzogen sind.
Das Innenohr (Auris interna) besteht aus vorgebildeten Knochenkanälen des Felsenbeins. Den vorderen Abschnitt dieses knöchernen Labyrinths nimmt als Schallaufnahmeapparat die Schnecke (Cochlea) mit ihren Windungen ein. Im knöchernen Labyrinth befindet sich, in Flüssigkeit (Perilymphe) eingebettet, das häutige Labyrinth. Während der Perilymphraum der Knochenwand anliegt, gefindet sich in seinem Innern ein weiterer geschlossener Raum, das endolymphatische Gangsystem für das Gleichgewichts- und Hörorgan.
Die Schwingungen des Steigbügels werden über das ovale Fenster auf die Perilymphe übertragen und geben den Abdruck der Welle an den Endolymphraum weiter. Dort befinden sich die Haare der Sinneszellen des Gehörnerven in bestimmter Anordnung. Den Gang im Endolymphraum , in dem die Sinneszellen des Hörorgans vorkommen, nennt man das Corti-Organ.
Durch die Bewegung der Sinneshaare erfolgt eine Erregungsbildung, die die Nervenzellansammlung (Ganglion cochleare) erreicht. Die Erregung wird anschließend über den Hörnerven weitergeleitet. Dieser verlässt das Felsenbein und gelangt zu den Kerngebieten in Höhe des IV. Ventrikels im Rautenhirn. Hier erfolgen Umschaltungen und und Verbindungen zur Gegenseite und die Weiterführung der Impulse zum Mittelhirn, aber auch zum Kleinhirn (akustisch-optische Reflexbahn). Der Hauptteil erreicht als Hörstrahlung über das Mittelhirn die Schläfenlappenrinde (Hörzentrum).
Das Gleichgewichtsorgan oder der Vestibularapparat besteht aus Sacculus und Utriculus sowie den von letzterem ausgehenden drei Bogengängen (Ductus semicirculares), die schräg zur horizontelen, frontalen und vertikalen Ebene ausgerichtet sind. Dieses auch mit Endolymphe gefüllte System besitzt Sinneszellen für den Gleichgewichtssinn sowie für die Dreh- und Linearbeschleunigung. Der Gleichgewichtssinn, auch Vestibuläre Wahrnehmung genannt (vestibulär: den Gleichgewichtssinn betreffend), dient zur Feststellung der Körperhaltung und Orientierung im Raum. Der Gleichgewichtssinn hat sein Zentrum im Gleichgewichtsorgan in Innenohr und Kleinhirn; er ist aber auch eng mit den Augen und anderen Sinnen sowie mit Reflexen verbunden.
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Trommelfell, Hammer,
Amboss und Steigbügel
im Mittelohr

Geöffnete Schnecke
(Hörorgan) im Innenohr


Innenohr, Labyrinth
(Gleichgewichtsorgan)
und Schnecke
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